Eine der häufig genannten Hauptvorteile von ETFs ist, dass diese eine bessere Transparenz in ihren Beständen aufweisen, als vergleichbar konkurrierende Investmentfonds. Dabei werden die Bestände an einem ETF regelmäßig offen gelegt, damit du als Anleger zu jeder Zeit weißt, in welche Anlage du gerade investierst. Die Fähigkeit, diese Positionen täglich zu überprüfen, ist ein großes Plus der ETFs für Deine Anlagestrategie.

Aktiv- und nicht aktiv-gemanagte ETFs

Alle „aktiv gemanagten“ ETFs müssen täglich ihr gesamtes Portfolio offen legen. Sie sind somit auch tatsächlich die transparentesten aller ETFs. Die meisten der „nicht aktiv gemanagten“ ETFs legen ihr gesamtes Portfolio dabei täglich auf öffentlichen zugänglichen Websites (z.B. ishares.com) offen. Es gibt allerdings kein Gesetz, welches die Anbieter dazu verpflichtet.

Die negativen Auswirkungen der Intransparenz von Investmentfonds

Im Vergleich zu einem ETF, müssen Investmentfonds nach dem Gesetz ihre Portfolios nur vierteljährlich veröffentlichen. Im Regelfall geschieht dieses mit einer Verzögerung von bis zu 30 Tagen. Zwischen den Berichtsperioden haben die Anleger also keine Ahnung, ob der Investmentfonds gemäß seinem Prospekt investiert, oder ob der Fondsmanager unerwünschte Risiken eingegangen ist. Weicht ein Investmentfonds von seinen beschriebenen Zielen ab, kann sich dieser „Style Drift“ negativ auf die Investitionsstrategie eines Anlegers auswirken.